Di
30
Dez
2009
Segeln
Mein Opa hat mir gerade eins seiner Gedichte gezeigt, passend zur Hompage der Edinburgh-Regatta.
Segeln
Wir segeln in endlose Weiten,
das Ziel ist der Horizont.
Ihn zu überschreiten
hat noch keiner gekonnt.
Wir segeln in endlose Fernen
ruhelos über das Meer.
Wir richten den Kurs nach den Sternen.
Sie bleiben uns fern wie bisher.
Wir suchen die letzten Küsten,
getrieben von Freud und Weh,
obgleich wir wissen müßten
um die unendlichkeit der See.
Wir wollen die Meere durchstreifen,
getrieben von Strom und Wind.
Wir wollen Dinge begreifen,
die unbegreiflich sind.
Wir suchen das Ende der Erde,
wir suchen den Anfang der Zeit,
damit uns verständlich werde
unsere Vergänglichkeit.
Dr. Meinhard Kohfahl
